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Privatsammlungen in Hamburg: Michael Schäfer

Moderation: Dr. des. Veronika Schöne
15. April 2019 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)
ausgebucht

Die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen, das ist es, was die Kunst einen lehrt. Michael Schäfer sammelt. Oder kauft Kunst. Es ist jedenfalls einiges zusammengekommen im Laufe der Zeit, an die 200 Arbeiten. Ob das nun eine ‚richtige’ Sammlung ist oder nicht, ist dem Hamburger Rechtsanwalt eigentlich unwichtig. Wichtig ist jedoch, was die Kunst mit einem macht.

Thorsten Brinkmanns aberwitzige Dingkombinatorik, Michael Conrads verschachtelte Abstraktionen, Joachim Grommeks absurde Trompe L’Oeil-Malerei, Andreas Slominskis intellektuelle Fallen, Sung Tieus verschlungene Fotogeflechte oder Lawrence Weiners spielerische Zeichentheorie – sie alle eint ein surrealer und schräger Spirit. Eine roter Faden ist deutlich spürbar, der sich aber weder an der Kunstgeschichte noch an klassischen  Kategorien orientiert. Weder Medien noch Materialien weisen Schäfer die Richtung, sondern die Ab- und Umwege, die Kunst gehen kann. Auf den Perspektivwechsel kommt es an.

Schäfer hat seine gesamte Kanzlei mit Kunst bestückt. Niemand kommt dran vorbei, weder Mitarbeiter noch Mandanten. Und die werden inspiriert oder irritiert, sind doch die Arbeiten so ganz anders als die abstrakte Geradlinigkeit juristischer Kommunikation. Wir wollen den Juristen, der sich auch privat sehr für junge Kunst und Künstler engagiert, besuchen und mit ihm über Kunst und Kommunikation, gerade Linien und surreale Abwege und die Kraft des Perspektivwechsels sprechen.

SAMMLERGESPRÄCH Michael Schäfer
MODERATION Veronika Schöne
TERMIN Montag, 15. April 2019, 19 bis 20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, dann für die neue Programmsparte ADVANCED. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.