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Skulpturen im öffentlichen Raum: Bildhauerei für Hamburg um 1900

Seminar und Stadtrundgang mit Dr. Anna Seidel
24. August 2018 (14.00 Uhr - 17.30 Uhr)
ausgebucht

Skulpturen der besten zeitgenössischen Bildhauer für den öffentlichen Raum: Dies forderte und förderte Alfred Lichtwark, ab 1886 erster Direktor der Hamburger Kunsthalle. Parallel zur Gründung einer Skulpturensammlung für das Museum setzte er sich für Bildhauerarbeiten ein, welche unmittelbar im Lebensraum seines Publikums zu sehen sein sollten. Vom Bismarck-Denkmal auf dem Stintfang bis zum Brahms-Denkmal in der heutigen Laeiszhalle: Kaum ein größeres Werk jener Zeit ist ohne das Engagement des Museumsdirektors zu denken. Ausgewählte Bildhauer wie Max Klinger oder Adolf von Hildebrand, die Lichtwark in ihren Ateliers besucht hatte und nachdrücklich fördern wollte, unterstützte er gezielt im Bemühen um öffentliche Aufträge.

Umgekehrt hatten bereits seit der Museumsgründung ortsansässige Künstler, die am Bildschmuck von Brunnen und Gebäuden mitarbeiteten, erfolgreich eigene Freiplastiken in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle platziert. So finden sich heute von denselben lokalen wie international bekannten Bildhauern Werke sowohl im Skulpturenbestand des Museums als auch an Fassaden, auf Plätzen und an weiteren (halb-) öffentlichen Orten im Stadtraum. Die Geschichte dieser Skulpturen ist nicht selten mit der Geschichte der Kunsthalle verbunden.

In unserem Seminar gehen wir diesen Verbindungen nach. Wir sehen uns Bildwerke in der Hamburger Kunsthalle an und suchen anschließend Werke derselben Künstler an verschiedenen Standorten in der Innenstadt auf – von den „Amor und Psyche“-Reliefs Otto Sigismund Runges (um 1831-33) im Amsinck-Haus am Neuen Jungfernstieg, ursprünglich für den Bankier Gottlieb Jenisch errichtet und heute Sitz des exklusiven Übersee-Clubs, bis zu Max Klingers monumentalem Johannes-Brahms-Denkmal in der Laeiszhalle (1909).

LEITUNG Dr. Anna Seidel
TERMIN Freitag, 24. August 2018, 14 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 35 Euro inkl. Kaffee und Kuchen im Übersee-Club, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Anna Seidel
Dr. Anna Seidel
Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Italianistik in Göttingen, Perugia und Berlin. 2007 bis 2009 Forschungsstipendiatin an der Bibliotheca Hertziana in Rom und am Warburg Institute in London. Anschließend Volontariat am Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, Lehre an Kunsthochschulen und Universitäten in Weimar, Braunschweig und Hamburg, Wissenschaftliche Mitarbeit an der Hamburger Kunsthalle, zurzeit Wissenschaftliche Mitarbeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.