Toggle Menu

"Neu-Eimsbüttel" nach dem Krieg: Stadträume für einen neuen Gemeinschaftssinn

Stadtrundgang mit Dipl.-Ing. Sabine Kock
20. Juli 2018 (17.00 Uhr - 19.00 Uhr)

Eimsbüttel ist ein beliebter Stadtteil, gewinnt er doch seine Attraktivität durch den Charme einer gesunden Mischung aus sanierten Altbauwohnungen, Erholung versprechenden Grünflächen und einer lebendigen Einkaufs- und Restaurantkultur. Eimsbüttel, das ist die Osterstraße, das sind die Karl-Schneider-Passagen und das Kaifu.

Aber Eimsbüttel geht auch anders: Große Kreuzungen, Hochhäuser und schlichte, meist rote Häuserzeilen. Auf unserer Tour wollen wir erkunden, warum gerade die gewachsenen Bestände der Altbauten nach dem Krieg einen ausgesprochen schlechten Ruf besaßen und warum die Stadt mit großflächigen Abrissplänen die Vision einer „modernen Stadt im Grünen“ verfolgte. „Neu-Eimsbüttel“, das war die kleine Schwester von Ernst Mays „Neu-Altona“ und versprach nicht weniger als eine soziale Utopie von gesundenden Menschen in gesundeten „Nachbarschaften“. Die bauliche Idee dazu waren vielfach geformte Zeilen und Punkthäuser mit einem neu geordneten Straßennetz in einer grünen Parklandschaft.

Heute gilt das Gebiet zwischen Eimsbütteler Marktplatz, Fruchtallee und Holstenstraße als eher unattraktiv. Die Wohnungen sind klein, die Fassaden schlicht und das Umfeld scheint langweilig. Aber sieht hier wirklich alles gleich aus? Welchen Wert haben ruhige „Wohnstraßen“ und „Fußpfade“ in Zeiten massiver Nachverdichtungen? Können wir vielleicht angesichts des erneuten spekulativen Wohnungsbaus von den Kleinst- und Sozialwohnungen der Nachkriegs-Architekten lernen? „Neu-Eimsbüttel“ war ein Modellfall, wir unternehmen den Versuch einer Neubewertung.

LEITUNG Dipl.-Ing. Sabine Kock
TERMIN Freitag, 20. Juli 2018, 17 bis 19 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro
Anmeldung erforderlich

Dipl.-Ing. Sabine Kock
Studium der Architektur; freiberufliche Tätigkeit als Dipl.-Ing. Architektur; Veranstaltungsangebote zur Architektur und zum Städtebau für die Freunde der Kunsthalle e. V. und die Hamburgische Architektenkammer; langjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Studiendekanin an der AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius in Hamburg; freie Autorin. Mitglied des Kuratoriums der internationalen Künstlerinnenstiftung "Die Höge".