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#3014

Am Wall entlang. Architektur-Stadt-Raum-Perspektiven der Hansestadt

Stadtrundgang mit Dr. Sylvia Necker
08. September 2019 (10.00 Uhr - 13.30 Uhr)

Seit dem 13. Jahrhundert war Hamburg von einer Stadtmauer umgeben. Ihr folgten im späten 15. und 16. Jahrhundert die ersten Stadtwälle, bevor schließlich von 1616 bis 1628 unter der Leitung des niederländischen Festungsbauingenieurs Johan van Valckenburgh die mit 22 Bastionen bestückten Wallanlagen errichtet wurden. In ihrem Schutz konnte sich die Stadt in der Folgezeit zu einer der bedeutendsten europäischen Handelsmetropolen entwickeln.

Wie andernorts waren die Befestigungsanlagen auch in Hamburg im ausgehenden 18. Jahrhundert militärtechnisch obsolet geworden und stellten überdies ein Hindernis für die wachsende Stadt dar. Nach dem Ende der napoleonischen Besatzung wurden sie daher geschleift. Zugleich entstand erst so der Raum für die großen öffentlichen Bauaufgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, für Parkanlagen und moderne Verkehrsinfrastruktur.

Auf unserem Rundgang folgen wir dem Verlauf der ehemaligen Wallanlagen, lassen sich doch von hier aus zahlreiche Aspekte der Architektur- und Stadtgeschichte der Hansestadt ablesen. Der Weg zwischen Deichtorhallen und Landungsbrücken führt uns durch Zeit(ge)schichten, Architekturstile, Raumideen und Leitgedanken der Stadtplanung. Dabei beschäftigen uns verschiedene Aspekte: Kulturkonzepte wie die Kunstmeile, die City-Höfe als Bindeglied zwischen Kontorhausviertel und Verkehrstrasse, die stadträumliche Prägung durch Binnen- und Außenalster, Höhepunkte der Nachkriegsmoderne zwischen Esplanade und Dammtorbahnhof und die unterschiedlichen Gartenschau-Konzepte von den 1930er- bis in die 1970er-Jahre. Wir sehen uns die Laeiszhalle an, vertiefen uns in das Architekturensemble des Justizforums und richten unseren Blick auf Backsteinbauten vom Brahmskontor bis zum Museum für Hamburgische Geschichte. Der Rundgang endet am Bismarck-Denkmal.

LEITUNG Dr. Sylvia Necker
BEGLEITUNG Dr. des. Veronika Schöne
TERMIN Sonntag, 8. September 2019, 10 bis 13.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 28 Euro, Studierende bis 30 Jahre 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr.  Sylvia Necker
Dr. Sylvia Necker
Studium der Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Hamburg. Nach beruflichen Stationen in Hamburg und Kiel sowie am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner war sie von 2014 bis 2017 Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden. Nach einem Forschungsprojekt zur jüdischen Privatfotografie an der Universität Nottingham (2018–2019) leitet sie ab dem 1. August 2019 das LWL-Preußenmuseum in Minden. Ausstellungen, Vorträge, Führungen und Seminare zur Architektur- und Stadtgeschichte sowie zur jüdischen Geschichte.