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Haus der Photographie: Walter Schels – Leben

Führung mit Ulrich Rüter, M. A.
16. August 2019 (16.00 Uhr - 17.30 Uhr)

Intensiv, wirkungs- und dabei zugleich würdevoll: Vor allem aufgrund seiner direkten Porträts zählt Walter Schels zu den großartigen deutschen Fotografen. Seine Arbeiten haben ihm längst den Ruf eines „nachdenklichen Existenzialisten“ eingebracht. Mit seiner Präsentation in der Reihe der „Hamburger Helden“ im Haus der Photographie gibt es endlich wieder Gelegenheit, einen Einblick in das reiche Werk des Fotografen zu gewinnen.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmekünstler hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil der klassischen Studiofotografie vor überwiegend neutralem, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Schels löst die Person aus ihrem Lebensumfeld und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Die Ausstellung zeigt Ausschnitte aus Schels’ bekanntesten Serien, die durch aktuelle Arbeiten ergänzt werden; so wird erstmals auch die Serie „Transsexuell“ zu sehen sein, in der Schels die Entwicklung junger Menschen vom Zeitpunkt der ersten Hormonbehandlung bis zur abgeschlossenen Geschlechtsanpassung zeigt.

1936 in Landshut geboren, wurde für Schels die Fotografie schon früh ein kreatives Experimentierfeld. Zunächst arbeitete er als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und seit 1990 lebt und arbeitet er in Hamburg.

FÜHRUNG Ulrich Rüter, M. A.
TERMIN Freitag, 16. August 2019, 16 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Haus der Photographie, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

 Ulrich Rüter, M. A.
Ulrich Rüter, M. A.
Fotohistoriker; Studium der Kunstgeschichte in Hamburg und Wien. Er war für zahlreiche fotografische Institutionen und Museen tätig, u. a. die Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, und die Kunstbibliothek Berlin. Als freier Kurator, Autor und Dozent in Hamburg arbeitet er für verschiedene Museen und fotografische Projekte. Er ist seit vielen Jahren Vorstandsmitglied des Freundeskreises des Hauses der Photographie der Deichtorhallen Hamburg und ist derzeit auch als kuratorischer Berater der Triennale der Photographie Hamburg tätig.