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#2809

Max Slevogt und der „deutsche Impressionismus“

Seminar mit Dr. Alice Gudera
21. November 2018 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
ausgebucht

Der 150. Geburtstag Max Slevogts (1868–1932) und die damit verbundenen Ausstellungen bieten Anlass für eine intensivere Auseinandersetzung mit seinem vielseitigen malerischen und graphischen Œuvre. Slevogt bildet zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth das sogenannte Dreigestirn des „deutschen Impressionismus“ und schuf als Jüngster dieses Trios eindrucksvolle Bilder des mondänen Berlin sowie der ihm vertrauten Landschaften, insbesondere der Pfalz. Berühmt wurde er mit seinen eigenwilligen Porträts; sein Hang zur Bühne und zur Weltliteratur gaben ihm stets neue Impulse für ein künstlerisch eigenständiges Werk.

Unser Seminar widmet sich den Entwicklungslinien und Hauptarbeiten Slevogts sowie dem „deutschen Impressionismus“, einer Richtung in der Malerei um 1900, von der oftmals selbstverständlich die Rede ist und die sich doch nicht mit einem Satz erfassen lässt. Der Begriff lässt an den Vorbildcharakter der französischen Kunst denken; vielfach gilt die künstlerische Strömung in Deutschland als unmittelbare Folgeerscheinung dessen, was Maler wie Manet, Monet und Pissarro in Frankreich hervorbrachten. Tatsächlich hielten sich die meisten deutschen Künstler – wie auch Slevogt – zu Studienzwecken in Paris auf. Zunächst interessierten sie sich jedoch für die frühe Freiluftmalerei der Maler von Barbizon, erst in den 1890er-Jahren hellte sich ihre Palette auf und sie öffneten sich einer stärker impressionistischen Malweise. Inwieweit sie die modernen Impulse mit weiteren, teils sehr unterschiedlichen Tendenzen zu neuen Ergebnissen führten, wollen wir an Beispielen der drei Hauptvertreter sowie jener Künstler hinterfragen, die das weite Spektrum des „deutschen Impressionismus“ veranschaulichen.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 21. November 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).