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Van Gogh, Matisse und die Befreiung der Farbe in der Kunst der frühen Moderne

Seminar mit Dr. Alice Gudera
13. November 2019 (11.00 Uhr - 14.30 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 6.11.2019.

Gleich drei Ausstellungen in diesem Herbst geben Anlass zu unserem Seminar. Hochkarätige Präsentationen widmen sich zentralen Aspekten der farbintensiven Kunst von Vincent van Gogh (1853–1890) und Henri Matisse (1869–1954) sowie nicht zuletzt deren Ausstrahlung auf die Malerei des frühen 20. Jahrhunderts: Das Museum Barberini in Potsdam beleuchtet die Rolle des Stilllebens im Werk van Goghs und damit jene Gattung, die neben der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert zum vorrangigen Experimentierfeld für die Kunst der Moderne wurde. Im Frankfurter Städel Museum weckt der Ausstellungstitel „Making van Gogh“ Neugier auf die Rezeption der bahnbrechenden Kunst des Niederländers. Es geht zum einen um die besondere Rolle, die Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Malers in Deutschland gespielt haben. Zum anderen verdeutlichen Schlüsselwerke van Goghs seinen Vorbildcharakter für den deutschen Expressionismus. Im Seminar wollen wir sodann verfolgen, wie und warum sich die zahlreichen Gegner seiner Kunst positionierten und welche Auswirkungen dies auf den Kunst- und Kulturbetrieb zu Beginn des neuen Jahrhunderts hatte.

Unter den Künstlern waren es zunächst – zehn Jahre nach dem Tod van Goghs – Matisse und seine Weggefährten, denen die ausdrucksstarken Bilder des Niederländers zur Offenbarung wurden. In den Schöpfungen des Franzosen gewinnt schließlich die Abstraktion durch den Einsatz der Farbe die Oberhand. Mit Blick auf die Ausstellung „Inspiration Matisse“ in der Mannheimer Kunsthalle wollen wir Matisse als Pionier der Moderne kennenlernen, als beispielgebenden Künstler im Kreis seiner jüngeren Zeitgenossen: von den Fauvisten über die deutschen Expressionisten bis zu den Schülern der „Académie Matisse“ (1908–1810).

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 13. November 2019, 11 bis 14.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).