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Jan van Eyck. Eine optische Revolution. Aus Anlass der Ausstellung im Museum für Schöne Künste Gent

Seminar mit Dr. Alice Gudera
18. März 2020 (11.00 Uhr - 14.30 Uhr)
abgesagt
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 10.3.2019 an.

Von Umbruch und Innovation ist die Rede, wenn es um Jan van Eyck (um 1390?–1441) geht, jenen Maler, der am Beginn der neuzeitlichen Kunst nördlich der Alpen steht. Die Strahlkraft seiner Malerei, entstanden in den damals von den burgundischen Valois-Herzögen beherrschten Niederlanden mit den florierenden Handelsstädten Brügge und Gent, hat weit über die Landesgrenzen und bis ins 16. Jahrhundert Wirkung gezeigt. Das Genter Museum für Schöne Künste widmet van Eyck nun eine groß angelegte Ausstellung, die einen beachtlichen Teil seines schmalen Œuvres mit Kunstwerken von Zeitgenossen unterschiedlicher Regionen zusammenbringt.

Jan van Eyck war Hofmaler des burgundischen Herzogs Philipp des Guten, hatte daneben aber auch andere Auftraggeber; er malte Altarbilder wie Porträts. Gemeinsam mit seinem Bruder Hubert vollendete er 1432 den von Joos Vijd in Auftrag gegebenen, erst jüngst umfangreich restaurierten Genter Altar. Dieser stellt in den Ausmaßen, in der augentäuschenden Spiegelung der Natur, des Menschen, der unterschiedlichen Materialien, in der Wiedergabe subtilster Unterschiede im Licht, nicht zuletzt in der Farbbehandlung mit emailhafter Wirkung noch immer eine Sensation dar. Die Finesse dieses Altars, zu der auch die merkliche Reflexion des Künstlers über seine Möglichkeiten im Medium der Tafelmalerei gehört, trug zu seiner enormen Bewunderung und Rezeption bereits im 15. Jahrhundert bei. Bis heute gelten darüber hinaus Bilder wie die sogenannte „Arnolfini-Hochzeit“ oder „Die Madonna des Kanonikers van der Paele“ als Meisterwerke der europäischen Malerei.

Im Seminar werden wir das Œuvre van Eycks und seine künstlerischen Quellen kennenlernen, die „optische Sensation“ der Bilder ergründen sowie die Ausstrahlung seiner Kunst verfolgen.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 18. März 2020, 11 bis 14.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).