Sie kamen, sahen und malten – wie die Impressionisten Hamburg eroberten
Am 31. Mai endet die Ausstellung „Impressionismus – Deutsch-Französische Begegnungen“. Höchste Zeit also, noch einmal gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen!
„Das wäre etwas genau für uns, genau, was wir brauchen“, konstatierte Alfred Lichtwark 1893 bei einem Besuch in Paris, als er zum ersten Mal ein Werk Claude Monets in Augenschein nahm. Gesagt, getan: Voller Enthusiasmus begann der erste Direktor der Kunsthalle in den folgenden Jahren, Gemälde der französischen Impressionisten aufzukaufen und legte damit den Grundstock der heutigen Hamburger Sammlung. Die Werke waren dabei nur die Vorhut: Auch die Künstler selbst bereisten bald auf Einladung Lichtwarks die Hansestadt, um für sie typische Motive in impressionistischer Manier einzufangen. Dabei wurden die französischen Gäste mit den folgenden Worten auf ihren Besuch vorbereitet: „Sie werden eine in ihrer modernen Hässlichkeit sehr schöne Stadt vorfinden“ - Hamburg hatte sich damals im Gegensatz zu Paris noch nicht als Kulturmetropole etabliert, sondern sich eher als „Freie und Abrissstadt“ einen Namen gemacht. Die Impressionisten schreckte dies nicht ab und es entstand trotz der bereits schwelenden deutsch-französischen „Erbfeindschaft“ ein reger künstlerischer Austausch, der erst durch den Ersten Weltkrieg abrupt sein Ende fand.
Vis-à-vis mit den Kunstwerken werden wir Hamburg 100 Jahre danach noch einmal durch die Augen der Impressionisten sehen. Apropos: Am 16. Juli begeben wir uns auf die Spuren Max Liebermanns und besuchen das Hotel Louis C. Jacob, wo der Maler damals sein berühmtes Gemälde der Terrasse anfertigte. Infos folgen!
»Kunst meets Kommiliton:innen!« ist ein Format für Auszubildende jeder Fachrichtung. Ob Kulturwissenschaften, BWL oder Jura – wir möchten Kunstinteressierte wie Kunstbanausen erreichen. In lockerer Atmosphäre stehen der rege Austausch und die Freude an der Kunst an erster Stelle. »KmK!« steht jedoch nicht nur für gucken, sondern auch für (selber) machen: Student:innen bringen euch mit ihrem ganz persönlichen Blick aus unterschiedlichen (Fach)Richtungen die aktuellen Ausstellungen oder unsere Sammlung näher. Du hast Bock eine Führung zu geben? Melde dich unverbindlich bei uns unter junge-freunde@freunde-der-kunsthalle.de oder sprech‘ uns einfach nach einer Veranstaltung an.
