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Baselitz, Richter, Polke, Kiefer. Die jungen Jahre der Alten Meister

Führung mit Christian F. Kintz
28. September 2019 (12.00 Uhr - 13.30 Uhr)
ausgebucht

Jung waren sie mal, die Alten Meister. Und als sie jung waren, waren sie rotzfrech, ziemlich radikal und sehr politisch. Sie gehörten zu den ersten, die die eigene Geschichte thematisierten, oder, besser gesagt: die Geschichte ihrer Väter. Sie bürsteten dabei die Malerei gegen den Strich, die altehrwürdige Dame, die, damals, in den avantgardistischen 1960-er Jahren, als konservativste aller Gattungen galt. Und dann malten sie auch noch figurativ – auch das ein Affront gegen die Abstraktion der Nachkriegszeit, die als Inbild der Freiheit galt, im Gegensatz zur gegenständlichen Propagandakunst sämtlicher totalitärer Systeme.


Das muss man sich vergegenwärtigen, will man verstehen, was diese vier so unterschiedlichen Positionen zusammenhält. Polke, der seinen Schabernack mit der Spießbürgerlichkeit der bundesrepublikanischen Nachkriegsgesellschaft treibt, Richter, der sich von Anfang an mit der Frage nach dem Bild beschäftigt, Kiefer, der knietief im Sumpf der deutschen Geschichte steht und schließlich Baselitz, der die Welt auf den Kopf stellt.


Die Ausstellung präsentiert mit rund 100 Arbeiten das Frühwerk dieser vier Künstler ziemlich umfangreich. Sie beleuchtet eine Phase, die mit zum Spannendsten nicht nur in ihrem individuellen Schaffen, sondern auch generell in der Kunstgeschichte der 19960-er Jahre gehört. Wir wollen die große Jubiläumsschau zum 30-jährigen Bestehen der Deichtorhallen mit Christian F. Kintz und Veronika Schöne besuchen, die aus der Perspektive des Praktikers und der Theoretikerin dieses bewegte Kapitel Kunstgeschichte vorstellen werden.

FÜHRUNG Baselitz, Richter, Polke, Kiefer. Die jungen Jahre der Alten Meister
LEITUNG Christian F. Kintz, Veronika Schöne
TERMIN Samstag, 28. September 2019, 12 bis 13.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt in die Halle für aktuelle Kunst (Deichtorhallen), Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

Christian F. Kintz
Studium der freien Kunst an der Freien Akademie für Bildende Kunst in Freiburg und der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Hamburger Arbeitsstipendium / Hubertus Wald Stipendium. Vertreten in Sammlungen wie Museum gegenstandsfreier Kunst Otterndorf, Haus Konstruktiv Zürich, Ege Kunst- und Kulturstiftung Freiburg. Der zentrale Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf Farbe als Inhalt und Material.