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Orient und Okzident: Al Andalus und das Goldene Zeitalter der arabisch-islamischen Kultur

Seminar mit Dr. Katrin Schmersahl
02. Dezember 2018 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
ausgebucht

Der Prophet Mohammed legte vor ca. 1300 Jahren den Grundstein für das zukünftige arabische Weltreich, und mit der Gründung der Stadt Bagdad im Jahr 672, die sich schnell zur glanzvollsten und größten Metropole der damaligen Welt entwickelte, begann das Goldene Zeitalter der arabisch-islamischen Kultur. Als das christliche Westeuropa scheinbar „schlief“, schickte sich der muslimisch geprägte Orient an, die weltweite Führungsrolle u. a. auf den Gebieten der Verwaltung, der Wissenschaften und der Künste zu übernehmen.

In unserem Seminar soll zunächst die Entstehung des muslimisch-arabischen Kulturraums am Mittelmeer zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert skizziert werden. Die zentrale Frage nach den Wegen des Kulturtransfers zwischen Orient und Okzident führt uns dann zu einzelnen Mittlergestalten wie Friedrich II, vor allem aber nach Al Andalus. Die märchenhafte Alhambra in Granada, die berühmte Moschee von Córdoba, der Flamenco und vieles mehr zeugen von der jahrhundertelangen Präsenz des Islam in Europa und spiegeln das wechselvolle Verhältnis zwischen Islam und Christentum. Seit dem 8. Jahrhundert war der Islam für rund 700 Jahre auf der iberischen Halbinsel präsent. Es war eine Zeit der relativen Toleranz zwischen Christen, Muslimen und Juden – und eine Epoche glanzvoller Kulturleistungen. Um 950 war Córdoba die bevölkerungsreichste und wohlhabendste Stadt Europas: Wenn mit dem Sonnenuntergang die Städte im Norden Europas in der Dunkelheit versanken, gingen im Córdoba des 10. Jahrhunderts die Lichter an. Erst mit der Eroberung Granadas im Jahr 1492 durch die „katholischen Könige“ Ferdinand und Isabella endete die arabisch-muslimische Herrschaft und Kultur auf der iberischen Halbinsel.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Katrin Schmersahl
TERMIN Sonntag, 2. Dezember 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Katrin Schmersahl
Dr. Katrin Schmersahl
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).