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Salon im Klingersaal: Théodore Géricault, Das Floß der Medusa, 1818/19

Podiumsgespräch mit Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A. und Dr. Markus Bertsch
29. August 2018 (19.00 Uhr - 21.30 Uhr)
undefiniert
Karten nur im Vorverkauf ab 1. Juli 2018 im Museumsshop in der Hamburger Kunsthalle sowie im Onlineshop unter freunde-shop.de (keine Abendkasse)

Es gilt als das Katastrophenbild der Moderne schlechthin: Théodore Géricaults monumentales „Floß der Medusa“, ausgestellt im Pariser Salon des Jahres 1819. Das Ereignis, das der Maler zum Thema machte, lag damals gut drei Jahre zurück: Am 2. Juli 1816 war die französische Fregatte „Medusa“ vor der Westküste Afrikas auf eine Sandbank gelaufen und kurz darauf auseinandergebrochen. Da es an Bord nicht genügend Rettungsboote gab, wurde in aller Eile ein Floß gezimmert, auf dem 150 Menschen Platz fanden. Als das auf offenem Meer treibende Floß schließlich entdeckt wurde, waren nur noch 15 Personen übriggeblieben. Dazwischen lagen 12 Tage Kampf, Not und Ungewissheit, unvorstellbares Leiden und grauenerregende Gewaltszenen. Der künstlerische Ertrag war ein Bild, das mit allen Konventionen der Historienmalerei brach und sofort, bald zustimmend, bald ablehnend, als Fanal einer neuen Kunst angesehen wurde.

Für die Ausstellung „Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600“ konnte Géricaults Gemälde aus dem Pariser Musée du Louvre nicht ausgeliehen werden. Dafür ist es – aus Anlass der Ausstellung – Thema im Salon der Freunde, in dem wir uns in loser Folge den vielzitierten 100 Meisterwerken der Kunstgeschichte widmen, jenen Bildern und Skulpturen also, die wir alle zu kennen glauben und die doch bei näherem Hinsehen immer neue Fragen aufwerfen.

Zu Gast im Klingersaal der Hamburger Kunsthalle ist diesmal Dr. Markus Bertsch, Leiter der Sammlung 19. Jahrhundert und Kurator der Ausstellung. Mit ihm diskutieren Dr. Alice Gudera und Florian Britsch über Géricaults gemalte Tragödie, den Entstehungskontext des Bildes und seinen kunsthistorischen Rang. Den Auftakt zu diesem gut einstündigen, spontanen kunsthistorischen „Terzett“ bildet ein kurzer einführender Vortrag zum Thema des Abends.

PODIUMSGESPRÄCH Dr. Alice Gudera, Dr. Markus Bertsch, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 29. August 2018, 19 bis 21.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
ORT Hamburger Kunsthalle, Klinger-Saal
KOSTENBEITRAG 15 Euro, Studierende unter 30 Jahren 10 Euro (inkl. Snacks, ohne Getränke)
Karten nur im Vorverkauf ab 1. Juli 2018 im Museumsshop in der Hamburger Kunsthalle sowie im Onlineshop unter freunde-shop.de (keine Abendkasse)

Dr. Markus Bertsch
Dr. Markus Bertsch
Studium der Kunstgeschichte, Mittelalterlichen Geschichte und Klassischen Archäologie in Berlin. Von 2001 bis 2004 sowie 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Seminar der Universität Jena, 2009 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle, 2012 bis 2014 Direktor des Mittelrhein-Museums Koblenz. Seit Oktober 2014 Leiter der Galerie 19. Jahrhundert an der Hamburger Kunsthalle.
Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).
 Florian Britsch, M. A.
Florian Britsch, M. A.
Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Hamburg. Fachgebiete: Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Als Mitarbeiter der Freunde der Kunsthalle zuständig für das Veranstaltungsprogramm. Veröffentlichungen zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts; Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater / Theaterakademie Hamburg.